Was ist die Idee dieser Plattform?
Die Plattform beteilige.me und ihre erste Kampagne „Abpflastern“ sind ein Meilenstein für eine nachhaltige, ko-kreative Stadtentwicklung. Initiiert vom City Science Lab der HafenCity Universität (HCU) im Rahmen des Smart City Modellprojekts Connected Urban Twins, zeigt beteilige.me, wie digitale Tools von Bürger:innen und Verwaltung gemeinsam genutzt werden können, um versiegelte Flächen – Asphalt und Beton – in grüne Oasen zu verwandeln. Hamburg kann damit lebenswerter und klimaresistenter werden und die Menschen können ihre Stadtviertel aktiv mitgestalten!
Wer steckt hinter „Abpflastern“?
Den Rahmen der Initiative „Abpflastern“ stellen Code for Hamburg e.V. als Entwickler und technischer Betreiber der Plattform und lokalkraft – für ein zukunftsfähiges Hamburg, die lokale Zukunftswerkstätten in den Hamburger Stadtvierteln unterstützt und vernetzt.
Code for Hamburg und lokalkraft Hamburg sind Teil eines wachsenden Netzwerks aus Bürger:innen, zivilgesellschaftliche Organisationen, Teilen der Hamburger Verwaltung und der BUKEA.
Warum sollte ich mitmachen?
Du kennst die Problematiken in deiner Umgebung am besten: unerträgliche Sommerhitze, überflutete Straßen bei Starkregen oder trostlose Betonwüsten. Mit deinem Beitrag kannst du aktiv etwas dagegen tun: hol dir, den Anderen und der Natur den Raum zurück und freu dich auf
- Kühlere Sommer, denn entsiegelte Flächen reduzieren Hitzeinseln,
- Bessere Wasserableitung, damit Starkregen besser versickern kann,
- Mentale Gesundheit durch mehr Grün und mehr Leben!
Wer kann mitmachen?
Alle sind eingeladen mitzumachen – ob Einzelpersonen, Nachbarschaftsgruppen, Schulen, Kirchen, Unternehmen, Organisationen oder die kommunale Verwaltung.
Wie kann ich mitmachen?
Diese Plattform gibt dir die Möglichkeit, aktiv an der nachhaltigen Stadtentwicklung von Hamburg teilzunehmen. Du kannst Orte auf der Karte markieren, die du im privaten Bereich selbst entsiegelt hast oder die du im öffentlichen Bereich gerne entsiegelt – also von Asphalt und Beton befreit – sehen möchtest. Die zuständigen Stellen prüfen die Vorschläge und setzen sie je nach Möglichkeit und Ressourcen um.
Werden alle Vorschläge umgesetzt?
Nein, denn Abpflastern ist leider nicht immer möglich.
Zunächst prüft die Initiative lokalkraft, ob die vorgeschlagenen Flächen den Kriterien für die Entsiegelung entsprechen und in den Kontext der Kampagne passen. Dabei wird unter anderem geprüft, ob es sich um öffentliche Flächen handelt.
Ist die zur Entsiegelung vorgeschlagene Fläche eine private Fläche, kann der Vorschlag leider nicht berücksichtigt werden. Private Flächen können nur eingetragen werden, wenn sie vom Eigentümer:innen bereits entpflastert wurden.
Entspricht der Vorschlag für die Entsiegelung einer öffentlichen Fläche den Vorgaben, wird er an das zuständige Bezirksamt weitergeleitet. Das Bezirksamt prüft dann, ob die Entsiegelung der Fläche im Rahmen der bestehenden städtischen Planung und Ressourcen realisierbar ist.
Welche Vorgaben verhindern eine Entsiegelung öffentlicher Flächen?
1.) Rechtliche Einschränkungen: Wenn die Fläche für die verkehrssichere und inklusive Mobilität gebraucht wird oder in einem Bereich mit speziellen Baurechtsvorschriften liegt.
2.) Technische oder logistische Hindernisse: Wenn die Fläche eine notwendige Infrastruktur, wie etwa Parkplätze, Abwasserleitungen oder andere städtische Einrichtungen, beinhaltet, die durch eine Entsiegelung gefährdet werden könnte.
3.) Kosten und Ressourcen: Eine Entsiegelung ist möglicherweise aufgrund der finanziellen Ressourcen der Stadt oder der Komplexität des Projekts nicht realisierbar.
4.) Aktuelle Planungen: Wenn für die Fläche bereits andere städtebauliche Projekte oder Planungen bestehen, die eine Entsiegelung verhindern.
Wie werde ich über die Entscheidung zu meinem Vorschlag informiert?
Dein Beitrag wird entsprechend seinem aktuellen Status markiert. Sollte ein Vorschlag nicht umsetzbar sein, wird ein entsprechender Kommentar im Beitrag platziert.
Wie funktionieren die Wettbewerbe?
In Hamburg führt die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) jährlich einen Wettbewerb durch:
1.) Der Bezirk mit den meisten entsiegelten Quadratmetern gewinnt den Goldenen Spaten.
2.) Der Stadtteil mit den meisten entsiegelten Quadratmetern gewinnt die Goldene Gießkanne.
3.) Die Eigentümer:innen mit der größten Entsiegelung gewinnen die Goldene Harke.
Der Wettbewerb läuft je zwölf Monate (Stichtag 31. Oktober). Wenn du als Privatperson am Wettbewerb um die Goldene Harke teilnehmen möchtest, schreibe bitte eine Nachricht mit folgender Information
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“Ich, Vorname, Nachname, möchte mit meiner abgepflasterten Fläche am Abpflastern-Wettbewerb der BUKEA Hamburg teilnehmen.
Die Fläche ist ca. xxxm2 groß und war mit Pflaster/Asphalt/…. versiegelt und ist jetzt vollentsiegelt/teilentsiegelt.
Die Fläche befindet sich an folgender Adresse: Straße, Hausnummer.
Ich bestätige, dass ich Eigentümer:in der Fläche bin.
Fotos zur Dokumentation von Vorher und Nachher sind angefügt und können zur Veröffentlichung im Internet, auf Social Media- und Pressekanälen sowie Printmedien genutzt werden.”
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und Vorher/Nachher-Bildern an dieses Funktionspostfach (BUKEA): abpflastern@bukea.hamburg.de
Mit allen in Hamburg entsiegelten Flächen nimmt die Stadt auch an einem bundesweiten Wettbewerb teil.
